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EnEV ab 2016: Was fragen Fachleute? Übersicht der Antworten
05.06.2016

EnEV ab 2016: Was fragen Fachleute?
Neue Häuser mit 36,5 cm dicken Außenwänden
 aus Porenbetonsteinen oder Ziegeln bauen

Autorin: Melita Tuschinski, Dipl.-Ing./UT, Freie Architektin
© Foto: Maxim_Kazmin - Fotolia.com


Es handelt in diesem Praxisbeispiel um den Bau von neuen Bungalows, Einfamilienhäusern und zweigeschossigen Stadtvillen. Sie werden jeweils mit Gasheizungen mit Brennwerttechnik ausgestattet sowie mit Solaranlagen für die Bereitstellung von Warmwasser. Erfüllen diese Neubauten die erhöhten, energetischen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV ab 2016), wenn deren Außenwände aus 36,5 cm starken Bausteinen aus Porenbeton, Porotonsteinen, Ziegeln oder Poritsteinen erbaut werden?

Antwort von Torsten Schoch, Dipl.-Ing. Xella Technologie und Forschung, Kloster Lehnin:

Gemäß EnEV 2014 / EnEV ab 2016 sind für neu zu errichtende Gebäude die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz über die Begrenzung des zulässigen Transmissionswärmebedarfs sowie an das gesamte Gebäude über die Begrenzung des Primärenergiebedarfs gestellt. Zusätzlich sind für neue Gebäude die Anforderungen aus dem EEWärmG 2011 einzuhalten.

Mauersteine aus Porenbeton und Ziegel verfügen heute über so geringe Wärmeleitfähigkeiten, so dass Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) von 0,18 bis 0,23 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W(m²K)) bei einer Dicke von 36,5 Zentimeter (cm) problemlos erreicht werden können.

Da die EnEV keine Einzelanforderungen an Bauteile (außer dem Mindestwärmeschutz, der bei 36,5 cm Mauerwerk bei den heute üblichen Leitfähigkeiten aber nie maßgebend ist) stellt, kann nicht pauschal gesagt werden, ob die Anforderungen an das Gebäude mit diesen Außenwänden im konkreten Fall eingehalten werden. Die Ausführung der anderen Bauteile (Dach, Decke, Fenster) ist hier mit einzubeziehen, Angaben dazu liegen aber nicht vor.

Sagen wir es so: Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass mit den beschriebenen Außenwänden und der Anlagenkonfiguration die Anforderungen erfüllt werden können. Ob das für die jeweiligen Haustypen der Fall sein wird, müssen die Berechnungen zeigen.

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